Liefer- und Zahlungsbedingungen für Stahlbauprojekte

Liefer- und Zahlungsbedingungen für Stahlbauprojekte

微信图片_2025-08-04_110651_348.jpg

I. Liefermethoden

  1. Ab Werk (Werkslieferung / Abholung nach Werksabnahme)

    Der Käufer organisiert Transport und Be-/Entladung selbst, während der Verkäufer für das Verladen und Verpacken der Stahlkomponenten im Werk verantwortlich ist. Diese Methode wird häufig angewendet, wenn Komponenten in Serien gefertigt und versandfertig sind. Der Vertrag sieht in der Regel vor, dass der Käufer die Ware im Werk prüft und das Risiko von Verlust oder Beschädigung mit der erfolgreichen Werksabnahme auf ihn übergeht. Diese Vorgehensweise bedeutet zwar einen höheren logistischen Aufwand für den Käufer, ist aber die einfachste Option für den Verkäufer.

  2. Lieferung zur Baustelle (Lieferung zum Bestimmungsort)

    Der Verkäufer ist für den Transport der Stahlkonstruktionsprodukte zur vom Käufer benannten Baustelle verantwortlich und trägt sämtliche Transport- sowie Be- und Entladekosten und -risiken. Der Käufer organisiert anschließend die Abnahmeprüfung vor Ort. Diese Methode eignet sich für Projekte mit engem Zeitplan und etablierten Hebebedingungen vor Ort und reduziert den logistischen Koordinierungsaufwand des Käufers.

  3. Schlüsselfertige Lieferung (EPC-/Komplettvertragsmodell)

    Der Verkäufer übernimmt den gesamten Prozess, von der Planung über die Fertigung, den Transport und die Montage vor Ort bis hin zur Inbetriebnahme, bis das Projekt die Endabnahme erhält und übergeben wird. Dieses Vorgehen ist üblich bei EPC-Projekten (Engineering, Procurement and Construction) oder bei Komplettverträgen (Planung + Rohbau/Übernahme) und erfordert vom Verkäufer höchste Projektmanagement- und Organisationskompetenz vor Ort.

  4. 852ce4cbedb45de01144f88ea8f027e8.jpg

II. Zahlungsbedingungen

  1. Vorauszahlung (Anzahlung)

    Nach Vertragsunterzeichnung wird eine Vorauszahlung in Höhe von X % des Vertragswertes als Materialvorbereitungs-/Anlaufkapital geleistet, üblicherweise zwischen 20 % und 40 %. Bei manchen Projekten kann die Vorauszahlung zur Sicherstellung der Materialbeschaffung bis zu 40 % betragen.

  2. Abschlagszahlungen (Teilzahlungen)

    • Materialeingang & -abnahme: Zahlung von X% bei Anlieferung des Materials auf der Baustelle, nach Prüfung und Genehmigung durch den Käufer und den Bauleiter.

    • Ankunft der Hauptstahlkonstruktion / Wichtige Installationsmeilensteine: Zahlung von X% bei Ankunft der Hauptstahlkonstruktion oder Abschluss wichtiger Installationsmeilensteine.

    • Endgültige Abnahme & Dokumentation: Zahlung von bis zu 90%–97% des Vertragswertes nach Projektabschluss, endgültiger Abnahme und Einreichung der vollständigen Dokumentation des Ist-Zustands.

  3. Einbehalt (Garantiekaution)

    Ein Einbehalt von 3–5 % als Qualitätssicherungskaution wird gewährt und X Werktage nach Ablauf der Garantiezeit zurückerstattet, sofern keine Mängel vorliegen. Die Garantiezeit beträgt in der Regel 12 Monate ab dem Datum der endgültigen Abnahme.

  4. Abrechnungsmethoden

    • Stückpreis × Tatsächliche Menge (Pauschalzahlung): Wird üblicherweise bei Komponentenlieferverträgen verwendet, bei denen die Zahlung auf der Grundlage der tatsächlich gelieferten Menge multipliziert mit dem vereinbarten Stückpreis berechnet wird.

    • Monatliche Fortschritts- / Meilensteinbasierte Abrechnung: Wird bei EPC-/Turnkey- oder Liefer- und Installationsverträgen verwendet, bei denen die Zahlungen auf der Grundlage des monatlichen Fortschritts oder vordefinierter Projektmeilensteine ​​erfolgen.

    • Kleinere oder standardisierte Lieferverträge: Bei einigen kleineren oder standardisierten Lieferverträgen gilt eine vereinfachte Abrechnungsmethode, z. B. 90 % Zahlung bei monatlicher Rechnungsstellung, wobei die restlichen 10 % innerhalb eines Monats nach Projektabschluss beglichen werden.

  5. ad17ee0474be70b0c0d3acbccf871ed6.jpg

Den aktuellen Preis erfahren? Wir werden so schnell wie möglich (innerhalb von 12 Stunden) antworten.